{"id":922,"date":"2020-03-21T12:42:04","date_gmt":"2020-03-21T11:42:04","guid":{"rendered":"http:\/\/idas.noblogs.org\/?p=922"},"modified":"2020-12-08T18:43:19","modified_gmt":"2020-12-08T17:43:19","slug":"afd-bundesvorstand-fordert-die-aufloesung-des-fluegels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=922","title":{"rendered":"AfD-Bundesvorstand fordert die Aufl\u00f6sung des Fl\u00fcgels"},"content":{"rendered":"<p>Die Entscheidung war unerwartet deutlich: Gestern hat die Parteispitze den verfassungsfeindlichen Fl\u00fcgel aufgefordert, sich aufzul\u00f6sen. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla und der Schatzmeister Carsten H\u00fctter, die beiden Sachsen im Bundesvorstand, tragen die Forderung mit. Werden H\u00f6cke und Co. gehorchen?<!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #1e73be\">\u2193<\/span><\/p>\n<p>Ab 11 Uhr hat am gestrigen Freitag der AfD-Bundesvorstand in der Berliner Gesch\u00e4ftsstelle getagt, die Sitzung war mit Spannung erwartet worden. Hauptpunkt sollte der Umgang mit der Entscheidung des Bundesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) sein, den v\u00f6lkisch-nationalistischen Fl\u00fcgel zum Beobachtungsobjekt und f\u00fchrende Mitglieder wie Bj\u00f6rn H\u00f6cke und Andreas Kalbitz zu &#8222;Rechtsextremisten&#8220; zu erkl\u00e4ren. Als das in der vergangenen Woche bekannt wurde, gab es zun\u00e4chst <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=764\">keine gemeinsame Stellungnahme<\/a> der Parteispitze. Jetzt schreitet sie zum ersten Mal deutlich gegen den Fl\u00fcgel ein.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Aufl\u00f6sen oder &#8222;zur\u00fcckbauen&#8220;?<\/span><\/h3>\n<p>Zu entscheiden war, was mit dem Fl\u00fcgel geschehen soll, der mehrere Landesverb\u00e4nde der Partei dominiert und der ihr immer mehr zur Last f\u00e4llt. Ohne eine effektive Abgrenzung, so viel ist klar, droht der gesamten Partei eine Verfassungsschutz-Beobachtung. Mehrere Stunden dauerten die Verhandlungen. J\u00f6rg Meuthen, einer der beiden Parteichefs, hatte in den vergangenen Tagen geschwiegen. Die Sitzung er\u00f6ffnete er nun mit der Maximalforderung, dass sich der Fl\u00fcgel bis zum Ende des Monats aufl\u00f6sen muss. Damit stand er nicht alleine da, die stellvertretende Bundessprecherin Beatrix von Storch und der Beisitzer Alexander Wolf, der auch Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft ist, schlossen sich an.<\/p>\n<p>Stephan Brandner, ein Fl\u00fcgel-Mann aus Th\u00fcringen, hielt dagegen. Auch andere Vorstandsmitglieder meldeten Bedenken an, unter anderem, weil ein allzu brachiales Vorgehen die bei Wahlen besonders erfolgreichen ostdeutschen Verb\u00e4nde verschrecken k\u00f6nnten. So jedenfalls sahen es der Ehrenvorsitzende Alexander Gauland, Alice Weidel und auch Tino Chrupalla, der zweite Parteichef neben Meuthen. Er soll davor gewarnt haben, &#8222;Tabula rasa&#8220; zu machen und dadurch auch zahlreichen Fl\u00fcgel-Mitgliedern, deren Zahl in die Tausende geht, vor den Kopf zu sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Weidel formulierte Chrupalla einen anderen Vorschlag. Er sah vor, dass der Fl\u00fcgel aufgefordert wird, &#8222;die vorhandenen Strukturen zur\u00fcckzubauen&#8220; und daf\u00fcr einen konkreten Zeit- und Ma\u00dfnahmenplan vorzulegen. Brandner soll bereit gewesen sein, diese abgeschw\u00e4chte L\u00f6sung zu unterst\u00fctzen. Strittig war, wie stark der Fl\u00fcgel unter Druck gesetzt werden muss: Soll er ganz verschwinden oder sich nur zur\u00fccknehmen? Soll das sofort passieren oder irgendwann in der Zukunft? Und schlie\u00dflich: Soll der Bundesvorstand selbst etwas anordnen oder, wesentlich sanfter, eine Bitte formulieren?<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Selbst Fl\u00fcgel-Leute stimmen gegen den Fl\u00fcgel<\/span><\/h3>\n<p>Am Ende fasste das Gremium mit elf Ja-Stimmen fast einm\u00fctig den Beschluss, &#8222;dass sich der informelle Zusammenschluss ,Fl\u00fcgel\u2018 bis zum 30.04.2020 aufl\u00f6st&#8220;. Es handelt sich um eine &#8222;Erwartung&#8220; mit erweitertem Zeitrahmen, ein Kompromiss zwischen den beiden anderen Varianten. Die konkrete Formulierung soll \u00fcbereinstimmenden Medienberichten zufolge Chrupalla gemeinsam mit dem Bundesschatzmeister <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=264\">Carsten H\u00fctter<\/a> entworfen haben. Das ist eine \u00dcberraschung, denn beide kommen aus dem Landesverband Sachsen, wo der Fl\u00fcgel besonders stark ist. H\u00fctter geh\u00f6rt dieser Str\u00f6mung aber nicht an.<\/p>\n<p>Dem neuen Vorschlag schlossen sich unter anderem Meuthen und Storch an, au\u00dferdem Alice Weidel, die sich in der Vergangenheit mit dem Fl\u00fcgel arrangiert hatte. Bei der Abstimmung gab es f\u00fcr den gemeinsamen Vorschlag dann eine satte Mehrheit. Zu ihr geh\u00f6rte auch Stephan Protschka aus Bayern, der selbst ein Fl\u00fcgel-Mann ist. Brandner enthielt sich. Die einzige Gegenstimme kam, was zu erwarten war, von Andreas Kalbitz.<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung hat der Bundesvorstand den Ball zur\u00fcck an den Fl\u00fcgel gespielt, dessen &#8222;Obleute&#8220; \u2013 in Sachsen ist das der Bundestagsabgeordnete Jens Maier \u2013 sich heute Abend zu einem internen Treffen in Sachsen-Anhalt versammeln.* Sie haben nun eine Art Gnadenfrist erhalten, die gen\u00fcgend Zeit l\u00e4sst f\u00fcr eine gesichtswahrende Umsetzung des Beschlusses \u2013 falls sie ihm folgen, was keinesfalls ausgemacht ist. Die Frage ist, ob sich der Fl\u00fcgel wirklich selbst stutzen oder nur mausern wird. In der Vergangenheit war aus Fl\u00fcgel-Kreisen immer wieder betont worden, dass man keinen Anlass sehe, sich zu m\u00e4\u00dfigen oder die eigenen Aktivit\u00e4ten zur\u00fcckzufahren. Das Gegenteil war der Fall, l\u00e4ngst ist eine &#8222;Partei in der Partei&#8220; entstanden.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Gewachsener Unmut \u00fcber den Fl\u00fcgel<\/span><\/h3>\n<p>Insbesondere hatte sich der Fl\u00fcgel einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Einfluss im Bundesvorstand gesichert. Mehrere Spitzenfunktion\u00e4r*innen sind aufgrund von Absprachen mit dem Fl\u00fcgel in ihre Positionen gelangt und haben ihn im Gegenzug wiederholt in Schutz genommen. Das gilt auch f\u00fcr den Parteivorsitzenden Chrupalla. Er hatte jedoch zuletzt, nach den rassistischen Mordanschl\u00e4gen in Hanau, zu einer &#8222;Selbstreflexion&#8220; innerhalb der AfD und zu einer Abgrenzung von rassistischen Positionen aufgerufen. Im Fl\u00fcgel-dominierten s\u00e4chsischen Landesverband <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=619\">stie\u00df das nicht auf Gegenliebe<\/a>.<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=897\">Vorfeld der gestrigen Sitzung<\/a> hatte der Fl\u00fcgel versucht, Einfluss auf Vorstandsmitglieder zu nehmen, unter anderem mit dem Argument, dass ein Aus der Str\u00f6mung zugleich die Erfolgsgeschichte der Partei beenden werde. Aus mehreren westdeutschen Landesverb\u00e4nden wurde die gegenteilige Annahme ins Feld gef\u00fchrt, wonach der Fl\u00fcgel W\u00e4hler*innen abschrecke und auf diese Weise der Partei schade. Die gestiegene Aufmerksamkeit des Verfassungsschutzes sieht man dort als ein Damoklesschwert, das alle Hoffnungen bedroht, irgendwann an einer Regierung beteiligt zu werden.<\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen hatten Medienberichte den Unmut \u00fcber den Fl\u00fcgel und dessen Anf\u00fchrer noch verst\u00e4rkt. So forderte H\u00f6cke Anfang des Monats bei einer internen Fl\u00fcgel-Veranstaltung, dass innerparteiliche Kritiker*innen &#8222;allm\u00e4hlich auch mal ausgeschwitz werden sollten&#8220;. Die Worte waren ein schwerer taktischer Fehler H\u00f6ckes, der sich seit dem <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=395\">Kemmerich-Man\u00f6ver in Th\u00fcringen<\/a> als ein Meisterstratege zu pr\u00e4sentieren versuchte. Zudem wurden neue Details \u00fcber Kalbitz&#8216; jahrzehntelanges Vorleben in der rechten Szene publik. Er soll er Mitglied in der neonazistischen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) gewesen sein, die 2009 verboten wurde. Das behauptet jedenfalls das BfV. <\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Keine personellen Konsequenzen<\/span><\/h3>\n<p>Wegen des Verdachts, dass Kalbitz dazu auch innerhalb der Partei falsche Angaben gemacht hat, stand sogar ein Parteiausschluss im Raum. In der gestrigen Sitzung bestritt Kalbitz abermals eine HDJ-Mitgliedschaft. Der Vorstand forderte ihn daraufhin auf, juristisch gegen die Behauptung des BfV vorzugehen. Zudem wurde ihm nahegelegt, beim Vorstand eine eidesstattliche Versicherung zu hinterlegen \u2013 dann h\u00e4tte er sich unkorrigierbar festgelegt. Offenbar sieht man jetzt die Beweislast, kein HDJ-Mitglied gewesen zu sein, bei ihm.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon will der Bundesvorstand durch eine Klage erzwingen, dass das BfV das bisher unter Verschluss gehaltene Material herausr\u00fcckt, auf das sich die Beh\u00f6rde bei der Entscheidung st\u00fctzt, den Fl\u00fcgel mit nachrichtendienstlichen Mitteln zu \u00fcberwachen. Das Problem des Parteivorstands: Etliche Vorw\u00fcrfe gegen den Fl\u00fcgel wie auch die Behauptung, dass Kalbitz HDJ-Mitglied gewesen sei, kennt man bisher nur aus zweiter Hand, noch dazu aus eher verhassten Medien. Das entscheidende BfV-Dossier liegt bisher nur zwei Zeitungen vor.<\/p>\n<p>Auch H\u00f6cke, Gr\u00fcnder und Anf\u00fchrer des Fl\u00fcgels, hat keine Ordnungsma\u00dfnahmen zu bef\u00fcrchten, jedenfalls nicht im Moment. Bei der n\u00e4chsten Vorstandssitzung, die am 17. April stattfinden wird, soll er aber pers\u00f6nlich erscheinen, um Rede und Antwort zu stehen. Bis dahin wird klar sein, ob er dem Beschluss folgt, den Fl\u00fcgel abzuwickeln. &#8222;Wer sich dagegen wehrt, der muss mit Parteiordnungsma\u00dfnahmen rechnen&#8220;, sagte Georg Pazderski, zuletzt einer der lautesten H\u00f6cke-Gegenspieler, gestern dem Magazin Cicero.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Keine inhaltliche Abgrenzung<\/span><\/h3>\n<p>Mit dem gestrigen Beschluss geht der AfD-Bundesvorstand deutlich wie nie zuvor gegen den rechten Rand der eigenen Partei vor. Den Schritt sieht man an der Spitze als zwingend an. Er hat weniger davon zu tun, was man vom Fl\u00fcgel inhaltlich h\u00e4lt, eine Abgrenzung von einschl\u00e4gigen Positionen wurde denn auch nicht vorgenommen. Vielmehr geht es darum, nachvollziehbar zu dokumentieren, dass man gegen verfassungsfeindliche Str\u00f6mungen einschreitet. Die Hoffnung ist, damit dem n\u00e4chsten logischen Schritt des Verfassungsschutzes zu entgehen \u2013 er k\u00f6nnte die gesamte Partei unter Beobachtung stellen.<\/p>\n<p>Allerdings l\u00e4sst der Vorstandsbeschluss viele Fragen offen. Der Fl\u00fcgel beharrt bislang darauf, gar keine Organisation zu sein, die Rede ist von einer losen Werte- oder auch &#8222;Gesinnungsgemeinschaft&#8220;. Demnach w\u00e4re da wenig, was sich aufl\u00f6sen k\u00f6nnte. Die bisher tonangebenden Personen wie auch ihre Gefolgschaft, die in die Tausende geht, werden wohl in der Partei verbleiben \u2013 nur die gemeinsame Selbstbezeichnung, auf die es im Grunde nicht ankommt, fiele k\u00fcnftig weg.<\/p>\n<p>Und selbst wenn der Fl\u00fcgel spurlos verschw\u00e4nde, w\u00e4re die Verfassungsschutz-Beobachtung nicht automatisch vom Tisch. Die Aufl\u00f6sung w\u00e4re zun\u00e4chst nur eine Behauptung, wom\u00f6glich ein taktisches Man\u00f6ver, eine kosmetische Korrektur, ohne dass der &#8222;Personenzusammenschluss&#8220; \u2013 das f\u00fcr den Verfassungsschutz entscheidende Kriterium \u2013 verloren geht. Ohne den Fl\u00fcgel als Sammelbezeichnung und ohne messbare inhaltliche M\u00e4\u00dfigung k\u00f6nnte sich der f\u00fcr die AfD fatale Au\u00dfeneindruck sogar noch verst\u00e4rken, dass die H\u00f6cke-Str\u00f6mung und die Gesamt-AfD eigentlich eins sind.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Antisemit Gedeon ausgeschlossen<\/span><\/h3>\n<p>Die Fl\u00fcgel-kritischen Parteiteile wirkten in der Vergangenheit kraftlos und desorganisiert. Unmittelbar vor Beginn der Vorstandssitzung erhielten sie aber durch zwei neue Meldungen Auftrieb. So machte Meuthen ein Urteil des Bundesschiedsgerichts \u00f6ffentlich. Es hat am vergangenen Dienstag beschlossen, nach jahrelangem Ringen den Antisemiten Wolfgang Gedeon aus der Partei auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zwei Vorinstanzen hatten diesen Schritt abgelehnt. Das oberste Parteigericht stellte nunmehr fest, dass bei Gedeon &#8222;gef\u00e4hrliche Parallelen gegen\u00fcber der Argumentation der Nationalsozialisten&#8220; vorliegen, die der Partei schaden. Der 72-J\u00e4hrige, der sich selbst als &#8222;Antizionist&#8220; bezeichnet, war f\u00fcr die AfD in den baden-w\u00fcrttembergischen Landtag eingezogen. Der dortigen AfD-Fraktion, die sich unter anderem wegen ihm vor\u00fcbergehend gespalten hatte, geh\u00f6rt er schon seit 2016 nicht mehr an.<\/p>\n<p>Gedeon k\u00fcndigte inzwischen an, die Entscheidung vor einem staatlichen Gericht anzufechten. Doch erst einmal ist er drau\u00dfen \u2013 f\u00fcr den Vorstand ein wichtiger Fingerzeig, dass man Problemf\u00e4lle loswerden kann, wenn man will. In der Vergangenheit waren mehrere Anl\u00e4ufe, H\u00f6cke aus der Partei auszuschlie\u00dfen, gescheitert.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">&#8222;Schwarze Kasse&#8220; beim Fl\u00fcgel?<\/span><\/h3>\n<p>H\u00f6ckes Fl\u00fcgel soll au\u00dferdem, wie gestern durch einen Spiegel-Bericht bekannt wurde, eine regelrechte schwarze Kasse betrieben haben, \u00fcber die Spendenzahlungen abgewickelt wurden. Daf\u00fcr soll ein Konto des AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann genutzt worden sein, auf das der Zoll bei Ermittlungen zu einem Geldw\u00e4sche-Verdachtsfall aufmerksam geworden war. Demnach gab es von Juni 2018 bis August 2019 insgesamt 69 Kontobewegungen, allesamt Einzahlungen, die erkennbar als Spenden f\u00fcr den Fl\u00fcgel gedacht waren und die teils von bekannten AfD-Politiker*innen stammen. Aber auch der neurechte Publizist G\u00f6tz Kubitschek soll Geld zugeschossen haben.<\/p>\n<p>Was aufhorchen l\u00e4sst: Bei einigen der Einzahlungen sollen im Verwendungszweck auch Mitgliedsnummern angegeben worden sein, obwohl der Fl\u00fcgel vehement bestreitet, \u00fcber irgendwelche Mitglieder zu verf\u00fcgen. Gegen\u00fcber dem Spiegel bestreitet zudem Pasemann, dass \u00fcber sein Konto Zahlungen abgewickelt wurden, die etwas mit dem Fl\u00fcgel zu tun haben. Vielmehr handle es sich um Gelder f\u00fcr einen &#8222;parteiunabh\u00e4ngigen Verein&#8220; namens &#8222;Konservativ!&#8220;. Pasemanns Bankverbindung war allerdings zur\u00fcckliegend auf der Fl\u00fcgel-Website genannt worden.<\/p>\n<p>Auch in diesem Fall k\u00f6nnte das Fl\u00fcgel-Vorgehen der Gesamtpartei zur Last fallen, denn die Geldfl\u00fcsse wurden an der regul\u00e4ren Buchf\u00fchrung der Partei vorbeigeschleust und nicht ordnungsgem\u00e4\u00df als Einnahmen deklariert. Die Bundestagsverwaltung pr\u00fcft den Vorgang bereits, sie hat wegen finanzieller Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten schon mehrfach hohe Strafzahlungen gegen die AfD verf\u00fcgt. In einem fr\u00fcheren Fall war es um die Finanzierung eines &#8222;Fl\u00fcgel&#8220;-Treffens im Jahr 2017 gegangen.<\/p>\n<hr>\n<p><i>* Aktualisierung von 12:45 Uhr: Das f\u00fcr heute angesetzte Fl\u00fcgel-Treffen wurde nach ARD-Informationen abgesagt. Begr\u00fcndet wird das mit der Corona-Pandemie. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entscheidung war unerwartet deutlich: Gestern hat die Parteispitze den verfassungsfeindlichen Fl\u00fcgel aufgefordert, sich aufzul\u00f6sen. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla und der Schatzmeister Carsten H\u00fctter, die beiden Sachsen im Bundesvorstand, tragen die Forderung mit. 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