{"id":4357,"date":"2020-12-13T15:24:59","date_gmt":"2020-12-13T14:24:59","guid":{"rendered":"http:\/\/idas.noblogs.org\/?p=4357"},"modified":"2020-12-13T15:26:29","modified_gmt":"2020-12-13T14:26:29","slug":"presseschau-50-kalenderwoche-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=4357","title":{"rendered":"Presseschau, 50. Kalenderwoche 2020"},"content":{"rendered":"<p>Waffenhandel, Russlandreise, Stadtrat H\u00e4nisch an Corona gestorben, Bremer Streit beigelegt, Kalbitz ausgewiesen, Klagen gegen Strafzahlung und &#8222;Verdachtsfall&#8220;-Nennung, Ausschlussverfahren gegen Mandic, Parteitag in Magdeburg geplant, Schlunds Immunit\u00e4t aufgehoben, Zusammenarbeit in Zittau, H\u00f6ckes Antisemitismus, AfD als Pandemietreiber. Das war diese Woche wichtig:<!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #1e73be\">\u2193<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><code>In der <b>Presseschau<\/b> informiert <i>idas<\/i> <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?cat=6\">jeden Sonntag<\/a> \u00fcber lesenswerte Medienberichte und Recherchen rund um die AfD, die im Laufe der Woche erschienen sind.<\/code><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Am 16. M\u00e4rz lag <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Corona?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Corona<\/a>-Inzidenz <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Sachsen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Sachsen<\/a> bei 3,7 und die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/AfD?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#AfD<\/a>: &quot;Sofort Katastrophenalarm ausl\u00f6sen!&quot;<\/p>\n<p>S\u00e4chsische Inzidenz heute 371,0 und somit 1\u20e30\u20e30\u20e3x so hoch. AfD jetzt wg. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Lockdown?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Lockdown<\/a>: &quot;Staatsregierung verf\u00e4llt in Aktionismus!&quot;<\/p>\n<p>Einzige Konstante: \u2199\ufe0f Sharepics mit J\u00f6rg <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Urban?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Urban<\/a> \u2198\ufe0f <a href=\"https:\/\/t.co\/MfIC3hMg50\">pic.twitter.com\/MfIC3hMg50<\/a><\/p>\n<p>&mdash; watchdog (@wilke_tobias) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/wilke_tobias\/status\/1337517972357849089?ref_src=twsrc%5Etfw\">December 11, 2020<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Top Stories<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Das bayrische AfD-Mitglied Alexander Reichl wird beschuldigt, <b>Waffen und Munition nach Deutschland geschmuggelt<\/b> und an Neonazis und Reichsb\u00fcrger verteilt zu haben. Recherchen des ZDF-Magazins <i>Frontal 21<\/i> zufolge befindet sich der Mann aus dem Landkreis M\u00fcnchen inzwischen in Untersuchungshaft. Zu ihm hatten Ermittlungen gef\u00fchrt, bei denen bereits vor zweieinhalb Jahren im kroatischen Slawonien ein Waffendepot entdeckt worden war, das unter anderem Sturmgewehre und Handgranaten enthielt, die f\u00fcr die illegale Ausfuhr in die Bundesrepublik vorgesehen waren. Ein Mittelsmann identifizierte sp\u00e4ter Reichl als einen der Abnehmer \u2013 und gab in einer Vernehmung an, von ihm erfahren zu haben, dass das Material &#8222;f\u00fcr die AfD&#8220; bestimmt gewesen sei. Bei Reichl und etlichen weiteren Beschuldigten in Deutschland wurden daraufhin Waffen sichergestellt. In dem Zusammenhang hatten zuletzt im Juli Razzien stattgefunden \u2013 unter anderem auch im Schloss Promnitz bei Riesa (Landkreis Mei\u00dfen), wo sich zuvor die \u00f6rtliche AfD-Gruppe getroffen hat. Die Partei best\u00e4tigte inzwischen, dass Reichl Mitglied ist, er allerdings seit langem keine Beitr\u00e4ge gezahlt habe. Zuvor war er jahrelang bei der NPD aktiv gewesen. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/balkan-waffen-afd-100.html\">ZDF, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/oberbayern-waffenhandel-rechte-szene-polizei-ermittlungen-1.5144651\">SZ, 11.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Bei einer <b>mehrt\u00e4gigen Moskaureise<\/b> haben die beiden AfD-Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla, zugleich stellvertretender Fraktions- sowie Parteivorsitzender, und der au\u00dfenpolitische Sprecher Armin-Paul Hampel den russischen Au\u00dfenminister Sergej Lawrow getroffen. Sie waren durch die Duma eingeladen worden, die dreist\u00fcndige Unterredung mit Lawrow am Dienstag war der H\u00f6hepunkt der Delegationstour. Dabei soll unter anderem \u00fcber die Lage in Belarus, der Ukraine und Bergkarabach sowie \u00fcber deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen, die fortgeltenden EU-Sanktionen und das Pipeline-Projekt &#8222;Nord Stream 2&#8220; gesprochen worden sein. Der Empfang gilt nach diplomatischen Standards als ungew\u00f6hnlich, Beobachter*innen gehen von einer Retourkutsche f\u00fcr den deutschen Umgang mit Alexej Nawalny aus. So kritisierte Lawrow, dass es \u201eoffizielle Personen Berlins\u201c bevorzugen w\u00fcrden, sich mit \u201enichtsystemischen Pers\u00f6nlichkeiten\u201c zu treffen statt etwa mit Mitgliedern der Duma und den dort vertretenen Parteien. Lawrow lobte hingegen den Einsatz der AfD f\u00fcr eine \u201eAufrechterhaltung\u201c der deutsch-russischen Beziehungen. Ein Sprecher des Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin nannte den Besuch ein \u201esehr wichtiges Signal\u201c. Im Nachgang beklagten sowohl die Gastgeber*innen als auch die beiden AfD-Politiker, dass es Versuche gegeben habe, die Reise zu verhindern \u2013 wie die AfD erl\u00e4uterte, habe man Chrupalla und Hampel kein &#8222;Regierungsflugzeug&#8220; zur Verf\u00fcgung gestellt. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/besuch-in-moskau-wie-russland-die-afd-diplomatisch-aufwertet-17092030.html\">FAZ, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/treffen-in-moskau-warum-der-russische-aussenminister-lawrow-politiker-der-afd-empfing\/26699250.html\">Tagesspiegel, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afd-besuch-in-moskau-sergej-lawrow-empfaengt-tino-chrupalla-a-a2e17072-2dcf-4fa6-b6dd-de5b3100fe46\">Spiegel, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/die-afd-zu-besuch-im-kreml\/a-55874686\">DW, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/politik\/parteien\/afd\/russischer-aussenminister-lawrow-empfaengt-afd-parteivize-tino-chrupalla-sachsen-5331974.html\">S\u00e4chsische, 09.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-aussenminister-lawrow-rollt-fuer-afd-roten-teppich-aus-ld.1591047\">NZZ, 09.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-Moskau-die-AfD-hofiert-4984315.html\">TP, 09.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/die-afd-und-ihre-russland-naehe,SIhXrBe\">BR, 10.12.<\/a>)<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">AfD in Sachsen<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Unter den rund 20 s\u00e4chsischen Unterzeichner*innen eines offenen Briefes mit dem Titel <b>\u201e\u00c4rzte stehen auf\u201c<\/b>, in dem die Gefahren der Corona-Pandemie bestritten werden und die Aufhebung aller Ma\u00dfnahmen zu deren Eind\u00e4mmung gefordert wird, befindet sich auch ein Kommunalpolitiker der AfD. Nach einer gemeinsamen Recherche von <i>S\u00e4chsischer Zeitung<\/i> und <i>Freier Presse<\/i> handelt es sich um Heiko Sauerborn, Mitglied im Stadtrat des erzgebirgischen Oelsnitz. Er ist von Beruf Zahnarzt. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/nachrichten\/sachsen\/mediziner-gegen-die-coronapolitik-wenn-rzte-quer-denken-artikel11236835\">FP, 06.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/coronavirus\/aerzte-die-quer-denken-sachsen-corona-5331186-plus.html\">S\u00e4chsische, 07.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Im <b>Kreistag des Landkreises Leipzig<\/b> ist die AfD-Fraktion mit dem Versuch gescheitert, Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Kinder- und Jugendarbeit im Kreisgebiet zu streichen. Bei den Verhandlungen \u00fcber den Doppelhaushalt schlug die Fraktion um den Vorsitzenden Bodo Walther vor, unter anderem beim &#8222;Dorf der Jugend&#8220; in Grimma sowie beim Kinder- und Jugendring den Rotstift anzusetzen. \u00c4hnliche Vorst\u00f6\u00dfe hatte es schon fr\u00fcher gegeben. Der Kreisetat wurde ohne diese Einschnitte beschlossen, lediglich die AfD stimmte dagegen. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Region\/Wurzen\/Landkreis-Leipzig-AfD-scheitert-mit-Sparvorschlaegen-fuer-Kreisetat\">LVZ, 10.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> <b>Harald H\u00e4nisch<\/b>, AfD-Stadtrat in B\u00f6hlen (Landkreis Leipzig), ist offenbar an der Covid-19-Erkrankung verstorben. Er wurde zuvor intensivmedizinisch behandelt und musste beatmet werden. Ende November hatte seine Stadtratsfraktion bei Facebook bekannt gemacht, dass er erkrankt ist, und ihm \u201eschnellst m\u00f6gliche Genesung\u201c gew\u00fcnscht. Inzwischen wurde der Beitrag gel\u00f6scht. Zuvor hatte H\u00e4nisch an mehreren Versammlungen gegen die Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie teilgenommen, offenbar ohne Mund-Nase-Schutz und ohne Wahrung von Abst\u00e4nden. Fotos zeigen ihn unter anderem an der Seite des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/leipzig\/leipzig-news\/boehlen-afd-stadtrat-nach-corona-erkrankung-gestorben-74430904.bild.html\">Bild, 12.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Region\/Borna\/Boehlen-AfD-Stadtrat-Harald-Haenisch-verstorben\">LVZ, 13.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.volksverpetzer.de\/bericht\/corona-afd-querdenker-tod\/\">Volksverpetzer, 13.12.<\/a>)<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">AfD rundherum<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Mit der Aufstellung einer 15-k\u00f6pfigen Landesliste f\u00fcr die Bundestagswahl im kommenden Jahr ist am vergangenen Sonntag der <b>Landesparteitag der nieders\u00e4chsischen AfD<\/b> in Braunschweig zu Ende gegangen. Mehr als 500 Mitglieder gaben dabei in der Millenniumhalle vergleichsweise gem\u00e4\u00dfigten Kandidierenden den Vorzug. Spitzenkandidat ist der Ex-Bundeswehrgeneral Joachim Wundrak, er setzte sich \u00fcberraschend gegen Armin-Paul Hampel durch. Hampel, aktuell au\u00dfenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, kam auch bei einem erneuten Anlauf f\u00fcr den sechsten Listenplatz nicht zum Zug. Ebenfalls durchgefallen ist mit Jens Kestner der aktuelle AfD-Landesvorsitzende, der erst im September ins Amt gekommen war. Er fiel bei der Abstimmung um den zweiten Platz durch und erkl\u00e4rte daraufhin seinen Verzicht. Auch weitere Mitglieder aus Kestners Fl\u00fcgel-nahem Landesvorstand, die kandidieren wollten, fielen \u00fcberraschend durch. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.braunschweiger-zeitung.de\/mitreden\/antworten\/article231078284\/Ex-General-fuehrt-Niedersachsen-AfD-in-die-Bundestagswahl.html\">Braunschweiger Zeitung, 06.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die Spannungen im <b>AfD-Landesverband Bremen<\/b> scheinen vorerst beigelegt zu sein. Landesvorsitzender Peter Beck und Schatzmeister Mertcan Karakaya haben ihren Antrag auf einstweilige Verf\u00fcgungen, mit denen sie juristisch sie gegen eine Reihe anderer Mitglieder vorgehen wollten, \u00fcberraschend zur\u00fcckgezogen. In der Sache hatte bereits eine Verhandlung am Landgericht Bremen stattgefunden, die gerichtliche Entscheidung stand noch aus. Beck und Karakaya wollten es auf diesem Weg untersagen lassen, ihnen unter anderem &#8222;Bestechlichkeit&#8220;, &#8222;Vorteilsnahme im Amt&#8220; und &#8222;Kontakte ins rechtsextreme Milieu&#8220; vorzuwerfen. Darauf hatte sich zuvor ein erfolgloser Abwahlantrag gegen die Landesspitze gest\u00fctzt. Vor kurzem fand beim AfD-Bundesvorstand in Berlin ein &#8222;Friedensgipfel&#8220; statt, um zwischen den zerstrittenen Teilen der Landespartei zu vermitteln. \u00dcber m\u00f6gliche Ergebnisse dieses Treffens teilte die AfD nichts mit. (\u21aa <a href=\"https:\/\/taz.de\/Waffenruhe-im-Angesicht-der-Wahlen\/!5736504\/\">TAZ, 07.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Bei der Abstimmung \u00fcber die Direktkandidatur der AfD f\u00fcr die kommende Landtagswahl im Wahlkreis Schwerin I ist mit Hagen Brauer der Co-Landesvorsitzende in <b>Mecklenburg-Vorpommern<\/b> \u00fcberraschend durchgefallen. Stattdessen setzte sich der Kreisvorsitzende Martin Schmidt durch, der Mitarbeiter der Landtagsfraktion ist. Die Entscheidung fiel mit 20 zu 16 Stimmen knapp aus, insgesamt sieben Wahlg\u00e4nge waren erforderlich. Der Wahlkreis hat hohe symbolische Bedeutung, dort kandidiert auch Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD). F\u00fcr den Wahlkreis Schwerin II wurde unterdessen Petra Federau nominiert, die keine Mitbewerber*innen hatte. Sie war &#8222;vor vier Jahren wegen ihrer Verbindungen zu einem Escort-Service im arabischen Raum in die Kritik geraten&#8220;, erinnert der <i>NDR<\/i>. Ende Januar soll die Landesliste der Partei aufgestellt werden. Um den Spitzenplatz werden voraussichtlich der Landtags-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer und sein Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ralph Weber konkurrieren. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/AfD-Co-Vorsitzender-Brauer-muss-parteiintern-Niederlage-einstecken,afd2696.html\">NDR, 07.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag den brandenburgischen AfD-Abgeordneten <b>Andreas Kalbitz des Landes verwiesen<\/b>. Zuvor war eine Rede des Neonazis bei einer Corona-Demonstration der \u201eB\u00fcrgerbewegung Stralsund\u201c angek\u00fcndigt worden. Dort kam er nicht an, vielmehr passten die Beamt*innen ihn in einem Parteib\u00fcro ab und veranlassten seine unverz\u00fcgliche Ausreise aus dem Bundesland auf Grundlage der dort geltenden Corona-Schutzverordnung. Nach Polizeiangaben kam Kalbitz der Aufforderung nach. Er selbst behauptet, vier Stunden lang &#8222;festgesetzt&#8220; worden zu sein, und k\u00fcndigt juristische Schritte an. F\u00fcr seinen Versto\u00df gegen die aktuellen Regelungen droht ihm eine Geldbu\u00dfe. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.ostsee-zeitung.de\/Vorpommern\/Stralsund\/Querdenker-Demo-in-Stralsund-ohne-angekuendigten-Ex-AfD-Mann-Kalbitz\">Ostsee-Zeitung, 07.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/mecklenburg-vorpommern\/ex-afd-chef-kalbitz-von-polizei-aus-mv-ausgewiesen-0841675612.html\">Nordkurier, 08.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Nach Informationen der <i>Welt<\/i> will die AfD gegen eine k\u00fcrzlich durch die Bundestagsverwaltung verh\u00e4ngte <b>Strafzahlung \u00fcber rund 108.000 Euro<\/b> klagen. Es handelt sich um die dreifache H\u00f6he jener Summe, die 2016 aus der Schweiz geflossen war, um Kosten f\u00fcr einen Kongress in D\u00fcsseldorf zu decken, den der damalige NRW-Landesvorsitzende Marcus Pretzell mitorganisiert hatte. Nach Ansicht der Bundestagsverwaltung liegt eine illegale Parteispende vor. Erst k\u00fcrzlich hatte Pretzell \u00f6ffentlich einger\u00e4umt, fr\u00fchzeitig mit dem Schweizer PR-Unternehmer Alexander Segert und dessen Firma &#8222;Goal AG&#8220; in Kontakt gestanden haben, \u00fcber die wiederholt unerlaubte Zahlungen an die Partei geschleust worden sind. Die AfD bestritt direkte Kontakte bisher. Im vorliegenden Fall behauptet sie, dass es sich bei dem Kongress nicht um eine Parteiveranstaltung gehandelt habe. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article222034578\/AfD-Wie-der-Meuthen-Konflikt-die-Partei-beherrscht.html\">Welt, 08.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der <b>sachsen-anhaltische Landtag<\/b> hat zu Recht die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zum Thema &#8222;Linksextremismus&#8220; abgelehnt, die im vergangenen Jahr durch die AfD-Fraktion und den fraktionslosen Abgeordneten Andr\u00e9 Poggenburg beantragt worden war. Das entschied am Dienstag das Landesverfassungsgericht in Dessau-Ro\u00dflau in einem Organstreitverfahren, das die AfD angestrengt hatte. Die Fraktion sah sich in ihren Minderheitenrechten beschnitten, weil die Einrichtung des Ausschusses verwehrt wurde, obwohl man daf\u00fcr gen\u00fcgend Stimmen aufgebracht hat. Dem Gericht zufolge war der urspr\u00fcngliche Einsetzungsantrag jedoch &#8222;uferlos&#8220; und nicht verfassungskonform, er \u00fcberschritt &#8222;deutlich&#8220; die Kompetenzen des Parlaments und lief dem Grundsatz der Gewaltenteilung zuwider. Unter anderem wollte die AfD vermeintliche &#8222;linksextremistische Strukturen&#8220; in Parteien, Gewerkschaften und Vereinen untersuchen. Nach Ansicht der Richter*innen verfolgte die AfD damit &#8222;unter dem Deckmantel der parlamentarischen Kontrolle verfahrensfremde Ziele&#8220;. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.mz-web.de\/sachsen-anhalt\/landespolitik\/u-ausschuss-zu-linksextremismus-verfassungsrichter--landtags-nein-war-rechtmaessig-37792024\">MZ, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/sachsen-anhalt\/landesverfassungsgericht-urteil-afd-untersuchungsausschuss-100.html\">MDR, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/lverfg-sachsen-anhalt-lvg3419-afd-untersuchungs-ausschuss-linksextremismus-organstreit\/\">LTO, 08.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die <b>brandenburgische AfD-Fraktion<\/b> geht mit einer Normenkontrollklage beim Landesverfassungsgericht gegen die \u00f6ffentliche Bezeichnung der Landespartei als rechtsextremistischer &#8222;Verdachtsfall&#8220; vor. Diese Einstufung hatte der dortige Verfassungsschutz <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=2287\">im Juni bekanntgegeben<\/a>. Die Beh\u00f6rde st\u00fctzt sich dabei auf ein Landesgesetz, das diese Mitteilung erlaubt. Nach Auffassung der Fraktion widerspricht die gesetzliche Regelung, die erst im vergangenen Jahr geschaffen worden war, jedoch der Landesverfassung. &#8222;Wir erhoffen uns, dass diese Regel nicht zul\u00e4ssig ist und es nicht zul\u00e4ssig ist, eine Partei mit dem Stigma &#8218;ist ein Verdachtsfall&#8216; oder &#8218;ist verfassungsfeindlich&#8216; \u00f6ffentlich herunterzumachen&#8220;, sagte der Fraktionsvorsitzende Christoph Berndt am Dienstag in Potsdam. Gegen die Einstufung des AfD-Landesverbandes und die seither stattfindende nachrichtendienstliche Beobachtung wollte man demnach gesondert vorgehen, dies ist nicht Gegenstand der aktuellen Klage. Juristisch vertreten wird die Fraktion durch <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=2973\">Michael Elicker<\/a>, der auch f\u00fcr die s\u00e4chsische AfD t\u00e4tig ist. Er best\u00e4tigte nunmehr, &#8222;seit einiger Zeit&#8220; Mitglied der Partei zu sein. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.maz-online.de\/Brandenburg\/AfD-Fraktion-in-Brandenburg-klagt-gegen-das-Verfassungsschutzgesetz\">MAZ, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/vom-verfassungsschutz-beobachtet-afd-brandenburg-klagt-gegen-bewertung-als-verdachtsfall\/26698386.html\">Tagesspiegel, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/brandenburg-afd-fraktion-will-gegen-verfassungsschutz-klagen-MBM6DVK2LFSIC7CHAK7B6KMDHA.html\">RND, 08.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die AfD unternimmt einen neuen Anlauf, ihren baden-w\u00fcrttembergischen Kommunalpolitiker <b>Dubravko Mandic<\/b>, der im Freiburger Stadtrat und im Vorstand des dortigen Kreisverbandes sitzt, aus der Partei auszuschlie\u00dfen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, einigte sich der Landesvorstand &#8222;mit breiter Mehrheit&#8220;, ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Dar\u00fcber muss nun das Landesschiedsgericht entscheiden. Zugleich wurden Mandic bis auf Weiteres s\u00e4mtliche Mitgliedsrechte entzogen. Ihm wird parteisch\u00e4digendes Verhalten vorgeworfen: &#8222;AfD-Nichtwahl und Wahlkampfverweigerung ist Patriotenpflicht&#8220;, soll er in einer Chatgruppe geschrieben haben. Mandic selbst spricht von einem &#8222;Fake-Zitat&#8220;. Entstanden war es offenbar als Reaktion auf die Vorg\u00e4nge beim j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=3930\">AfD-Bundesparteitag<\/a>, bei dem Mandic, der dem verfassungsfeindlichen Fl\u00fcgel nahesteht, mehrfach in Erscheinung trat. Zuletzt hatte der Landesvorstand im September trotz Drucks der Bundesspitze von einem Ausschlussverfahren abgesehen und lediglich eine zweij\u00e4hrige \u00c4mtersperre verhangen. Zu der Zeit lag Mandic unter anderem zur Last, den Bundesvorsitzenden J\u00f6rg Meuthen mit einem Video verunglimpft zu haben, in dem dessen Sarg zu Grabe getragen wird. Zwischenzeitlich wurde Mandic als Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis L\u00f6rrach aufgestellt. Noch offen ist, ob er als Kandidat abberufen werden kann. Derzeit muss er sich vor einem staatlichen Gericht verantworten, am Dienstag begann am Amtsgericht Freiburg ein Prozess wegen K\u00f6rperverletzung. Er soll w\u00e4hrend des Kommunalwahlkampfs im vergangenen Jahr einen Fahrradfahrer mit Reizgas attackiert haben. Weitere Ermittlungsverfahren sind anh\u00e4ngig. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/prozess-gegen-freiburger-afd-stadtrat-dubravko-mandic-wegen-reizgasattacke-hat-begonnen--198734592.html\">Badische Zeitung, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.ausschlussverfahren-die-afd-will-freiburger-rechtsaussen-stadtrat-aus-der-partei-werfen.7bc6bbba-49ed-4b91-b5f3-3b4861b40b58.html\">StN, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/afd-landesvorstand-will-mandic-aus-der-partei-ausschliessen--198769008.html\">Badische Zeitung, 09.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/loerrach\/afd-und-antifa-spielen-in-loerrach-und-weil-am-rhein-katz-und-maus\">Badische Zeitung, 12.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Trotz der aktuellen Zuspitzung der Pandemie will sich die sachsen-anhaltische AfD am kommenden Wochenende zu einem <b>zweit\u00e4gigen Landesparteitag<\/b> auf dem Messegel\u00e4nde in Magdeburg treffen. Die Partei rechnet mit 500 bis 600 Beteiligten. Da es sich um einen Mitgliederparteitag handelt, k\u00f6nnten theoretisch alle der rund 1.400 Mitglieder in dem Bundesland teilnehmen. Bei dem Treffen sollen die Kandidierenden f\u00fcr die Landtags- und die Bundestagswahl gew\u00e4hlt werden, als Spitzenkandidaten wollen sich Oliver Kirchner bzw. Martin Reichardt nominieren lassen. Nach Angaben der Partei werde derzeit ein Hygienekonzept erarbeitet \u2013 eine Maskenpflicht sei aber nicht vorgesehen. Zuletzt hatte sich die sachsen-anhaltische AfD im September zu einem Parteitag in Dessau-Ro\u00dflau versammelt. Dabei war mehrfach gegen Hygieneregeln versto\u00dfen worden \u2013 Sanktionen gab es dennoch nicht. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/sachsen-anhalt\/in-der-pandemie-landes-afd-plant-massen-parteitag\">Volksstimme, 10.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/sachsen-anhalt\/coronakrise-kritik-an-afd-parteitag-in-sachsen-anhalt\">Volksstimme, 10.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der Bundestag hat am Donnerstag die parlamentarische Immunit\u00e4t des th\u00fcringischen AfD-Abgeordneten <b>Robby Schlund<\/b> aufgehoben. Beantragt hatte das die Landes\u00e4rztekammer Th\u00fcringen, die ein berufsrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Schlund f\u00fchrt, der in Gera selbst eine Arztpraxis betreibt. Er hatte <a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=3042\">Ende August<\/a> bei einer Demonstration von Pandemie-Leugner*innen in Berlin Schilder hochgehalten, auf denen Politiker*innen und Mediziner*innen in Str\u00e4flingskleidung und mit der Aufschrift &#8222;schuldig&#8220; zu sehen sind. Darunter war auch der Virologe Christian Drosten. Nach Ansicht der \u00c4rztekammer handelte Schlund mit der herabw\u00fcrdigenden Darstellung berufswidrig, die \u00e4rztliche Berufsordnung schreibt kollegiales Verhalten vor. Schlund bezeichnete die Aktion im Nachgang als &#8222;Satire&#8220;. Bekannt geworden war sie, weil sein s\u00e4chsischer Abgeordnetenkollege Karsten Hilse ein Foto verbreitete. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.otz.de\/regionen\/bad-lobenstein\/immunitaet-von-afd-bundestagmitglied-robby-schlund-aufgehoben-id231125496.html\">OTZ, 11.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Trotz Infektionsgefahren hat die <b>th\u00fcringische AfD-Fraktion<\/b> vor wenigen Tagen im Erfurter Landtagsgeb\u00e4ude eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Daran sollen rund 40 Personen teilgenommen haben, &#8222;Masken seien nur sporadisch getragen worden&#8220;, hei\u00dft es. Der AfD zufolge seien alle Schutzregeln eingehalten worden. Andere Fraktionen verzichten auf solche Feiern, w\u00e4hrend der AfD-Fete verhandelten sie \u00fcber den k\u00fcnftigen Landeshaushalt. Wegen mehrerer Corona-F\u00e4lle musste zuletzt eine Plenarsitzung abgesagt werden. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/corona-landtag-test-quarantaene-keller-afd-weihnachtsfeier-100.html\">MDR, 11.12.<\/a>)<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Blauzone<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der Linken-Fraktion im <b>Stadtrat von Zittau<\/b> (Landkreis G\u00f6rlitz) wird erneut eine Zusammenarbeit mit der AfD vorgeworfen. K\u00fcrzlich hatten die Fraktionsmitglieder den Abbruch einer Stadtratssitzung erzwungen. Nachdem die Tagesordnung nicht ihren W\u00fcnschen gem\u00e4\u00df ge\u00e4ndert worden war, verlie\u00dfen sie gemeinsam mit weiteren Ratsmitgliedern der AfD sowie der FFF-Fraktion (FUW\/FBZ\/FDP) den Saal, das Gremium war daraufhin nicht mehr beschlussf\u00e4hig. Die W\u00e4hlervereinigung Zkm behauptet, dass der Linken-Fraktionsvorsitzende Jens Hentschel-Th\u00f6richt das gemeinsame Vorgehen mit der AfD sogar angek\u00fcndigt habe. Bereits im vergangenen Jahr hatte es \u00e4hnliche Vorw\u00fcrfe gegeben. Damals war spekuliert worden, dass mit Stimmen der Linken ein AfD-Mann zum stellvertretenden Oberb\u00fcrgermeister der Stadt gew\u00e4hlt wurde. Linke und AfD bestreiten unterdessen eine Koordination. Doch &#8222;bei zahlreichen anderen Abstimmungen zu umstrittenen Beschlussvorlagen haben AfD und Linke gleichlautend abgestimmt&#8220;, notiert die <i>S\u00e4chsische Zeitung<\/i>. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/zittau\/politik\/linke-afd-zittau-zkm-offener-brief-5330883-plus.html\">S\u00e4chsische, 07.12.<\/a>)<\/p>\n<h3><span style=\"color: #1e73be\">Hintergrund<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die AfD profitiert bei Wahlen von zur\u00fcckliegenden <b>Abwanderungsbewegungen<\/b>. Einer neuen Studie des Mercator Forum \u201eMigration und Demokratie\u201c (MIDEM) zufolge verzeichnet die Partei in Regionen besonders starke Wahlergebnisse, die in den vergangenen drei Jahrzehnten \u00fcberdurchschnittlich von Abwanderung betroffen waren. Der Zusammenhang besteht demnach unabh\u00e4ngig von anderen Faktoren wie etwa der Bev\u00f6lkerungsdichte oder der Arbeitslosenquote. Die Autor*innen der Studie vermuten, dass der Aufschwung der AfD auch auf &#8222;Verlustgef\u00fchle der Zur\u00fcckgebliebenen&#8220; zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, &#8222;die vor Ort die Folgen einer Ausd\u00fcnnung der sozialen Infrastruktur sp\u00fcren.&#8220; (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/afd-studie-zeigt-wie-abwanderung-aus-den-regionen-den-rechtspopulisten-hilft-542HWWBLCVAMVPOZNZF2MEFUUA.html\">RND, 08.12.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/politik\/sachsen-osten-abwanderung-staerkt-die-afd-studie-hans-vorlaender-5334483-plus.html\">S\u00e4chsische, 08.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der th\u00fcringische AfD-Landespolitiker <b>Bj\u00f6rn H\u00f6cke<\/b> verbreitet nach wie vor Auffassungen, &#8222;die antisemitischen Verschw\u00f6rungsideologien entsprechen&#8220;. Zu diesem Schluss kommt der Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber anhand einer Rede, die H\u00f6cke k\u00fcrzlich im nordrhein-westf\u00e4lischen H\u00f6xter gehalten hat. Dabei kritisierte er den Parteivorsitzenden J\u00f6rg Meuthen, sinnierte aber auch ausf\u00fchrlich \u00fcber angebliche geheime Eliten und &#8222;eine globale Herrschaftskrake&#8220;. In den Ausf\u00fchrungen finden sich &#8222;viele Muster konspirationsideologischer Vorstellungen, die sp\u00e4testens seit der Agitation der &#8218;V\u00f6lkischen Bewegung&#8216; im Wilhelminischen Kaiserreich bekannt sind&#8220;, analysiert Pfahl-Traughber, sie k\u00f6nnten ohne weiteres antisemitisch gedeutet werden. Auff\u00e4llig auch: Es handelte sich nicht um spontane \u00c4u\u00dferungen, denn H\u00f6cke las seine Rede \u00fcberwiegend ab \u2013 &#8222;offenkundig hatte der AfD-Politiker sich jede Formulierung genauer \u00fcberlegt.&#8220; (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.hagalil.com\/2020\/12\/hoecke-als-verschwoerungsideologe\/\">haGalil, 12.12.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> W\u00fctet die <b>Corona-Pandemie<\/b> st\u00e4rker in Regionen, in denen die AfD viel Zuspruch findet? Die aktuelle r\u00e4umliche Verteilung von Fallzahlen legt diesen Zusammenhang nahe \u2013 und eine Datenanalyse des <i>Tagesspiegel<\/i> bekr\u00e4ftigt die Vermutung. Demnach korrelieren die Covid-19-Inzidenzen mit der AfD-W\u00e4hler*innenschaft. Ein \u00e4hnlich starker Zusammenhang ist bei keiner anderen Partei zu beobachten, und er ist offenbar auch bedeutsamer als andere demografische Variablen. Nicht belegt ist, dass eine Kausalit\u00e4t besteht, doch Indizien weisen in diese Richtung. So zeigen anonymisierte Mobilfunkdaten, dass in Landkreisen mit \u00fcberdurchschnittlich hohen AfD-Ergebnissen in den ersten beiden Novemberwochen die Mobilit\u00e4t der Einwohner*innen besonders stark zugenommen hat, &#8222;in vielen dieser Landkreise bewegen sich die Leute anscheinend sogar mehr als im Vorjahreszeitraum&#8220;. M\u00f6glicherweise wird dort, wo die AfD stark verankert ist, der Lockdown weniger beachtet. (\u21aa <a href=\"https:\/\/interaktiv.tagesspiegel.de\/lab\/hotspots-und-rechte-haengen-afd-hochburgen-und-corona-hotspots-zusammen\/\">Tagesspiegel, 12.12.<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waffenhandel, Russlandreise, Stadtrat H\u00e4nisch an Corona gestorben, Bremer Streit beigelegt, Kalbitz ausgewiesen, Klagen gegen Strafzahlung und &#8222;Verdachtsfall&#8220;-Nennung, Ausschlussverfahren gegen Mandic, Parteitag in Magdeburg geplant, Schlunds Immunit\u00e4t aufgehoben, Zusammenarbeit in Zittau, H\u00f6ckes Antisemitismus, AfD als Pandemietreiber. 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