{"id":414,"date":"2020-02-09T14:38:45","date_gmt":"2020-02-09T13:38:45","guid":{"rendered":"http:\/\/idas.noblogs.org\/?p=414"},"modified":"2020-02-09T14:39:39","modified_gmt":"2020-02-09T13:39:39","slug":"presseschau-6-kalenderwoche-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=414","title":{"rendered":"Presseschau, 6. Kalenderwoche 2020"},"content":{"rendered":"<p>AfD-Eklat in Th\u00fcringen, Lavieren bei CDU und FDP, Applaus der Neuen Rechten, Chrupallas Dresden-L\u00fcge, Zuspitzung im Rentenstreit, Leugnung des Klimawandels, Angst vor Austritten, Rechte in Sicherheitsbeh\u00f6rden, Leipziger OBM-Wahl ohne AfD, Streit um die WerteUnion, gemeinsame Abstimmungen in Kommunalparlamenten. Das war diese Woche wichtig:<!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #1e73be\">\u2193<\/span><\/p>\n<hr style=\"height: 15px;background-color: #1e73be\" \/>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">&quot;Linke und AfD in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Th%C3%BCringen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Th\u00fcringen<\/a>, das ist nicht die Wahl zwischen Pest und Cholera. Denn <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Ramelow?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Ramelow<\/a> ist kein Kommunist, aber <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/H%C3%B6cke?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#H\u00f6cke<\/a> ist ein Faschist&quot; &#8211; Die Meinung von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/KerstinPalzer?ref_src=twsrc%5Etfw\">@KerstinPalzer<\/a> zu den Th\u00fcringer Politik-Rochaden. (red) <a href=\"https:\/\/t.co\/eBs8xi1XXh\">pic.twitter.com\/eBs8xi1XXh<\/a><\/p>\n<p>&mdash; tagesthemen (@tagesthemen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tagesthemen\/status\/1225539547158712321?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 6, 2020<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<hr style=\"height: 15px;background-color: #1e73be\" \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der Stadtrat von Wei\u00dfwasser (Landkreis G\u00f6rlitz) hat sich von den Umweltschutz-Protesten des B\u00fcndnisses &#8222;Ende Gel\u00e4nde&#8220; distanziert. Es werde &#8222;jeglicher politischer und\/oder religi\u00f6ser Extremismus in der Stadt nicht toleriert&#8220;, hei\u00dft es in der Resolution, die mehrheitlich beschlossen wurde. Ausgangspunkt daf\u00fcr war ein <strong>Antrag der AfD-Ratsfraktion<\/strong>. Sie wollte bereits im November vergangenen Jahres, kurz vor einem Aktionswochenende in der Lausitz, &#8222;Ende Gel\u00e4nde&#8220; als &#8222;in der Gro\u00dfen Kreisstadt Wei\u00dfwasser als Gast nicht erw\u00fcnscht&#8220; erkl\u00e4ren lassen. Zur Abstimmung kam es erst jetzt, mit leicht ver\u00e4ndertem Wortlaut. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/plus\/weisswassers-stadtrat-gegen-ende-gelaende-5168178.html\">S\u00e4chsische, 01.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die AfD will auch in diesem Jahr eigene <strong>Veranstaltungen zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens<\/strong> durchf\u00fchren. Angek\u00fcndigt wurde eine Gedenkaktion auf dem Altmarkt, wo es bereits im vergangenen Jahr zu Handgreiflichkeiten mit Gegendemonstrant*innen gekommen war. Die AfD Dresden warb j\u00fcngst in einem Facebook-Beitrag f\u00fcr ein &#8222;ehrliches Gedenken deutscher Opfer&#8220;, versehen mit einem geschichtsrevisionistischen Dreh: Den &#8222;schambehafteten Blick auf jene 12 Jahre deutscher Geschichte unter der Regierung der NSDAP&#8220; d\u00fcrfe man nicht als &#8222;B\u00fcrde bis in die heutige Zeit tragen&#8220;. Die AfD engagiere sich zu dem Thema, um \u00fcber \u201edie wahren Begebenheiten jenes Tages\u201c zu informieren, sagte zudem der aus Sachsen stammende Co-Parteichef Tino Chrupalla dem Spiegel. Er glaube die anhand von Quellen best\u00e4tigte Zahl von h\u00f6chstens 25.000 Opfern nicht und gehe eher von 100.000 aus. Chrupalla st\u00fctzt sich nicht auf Fakten, sondern auf Erz\u00e4hlungen in seiner Familie. Ein Historiker widerspricht nun und bezeichnet Chrupallas Darstellung als Propaganda. Seit Jahren nutzen Neonazis das Bombardierungs-Jubil\u00e4um rund um den 13. Februar als Kulisse f\u00fcr geschichtsrevisionistische Aufm\u00e4rsche. In diesem Jahr soll das am 15. Februar geschehen. Wom\u00f6glich wird auch Pegida ein Anlaufpunkt werden: Am 17. Januar findet in Dresden die 200. Kundgebung der rassistischen Protestserie statt. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/aufmarsch-in-dresden-neonazis-wollen-jahrestag-der-bombardierung-kapern\/25500418.html\">Tagesspiegel, 02.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/plus\/was-plant-dresden-nazifrei-5168768.html\">S\u00e4chsische, 04.02.<\/a>, \u21aa Spiegel, 07.02., S. 110, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bombenangriff-auf-dresden-1945-historiker-widerspricht-afd-chef-tino-chrupalla-a-456cb726-5ddb-4ee7-b858-34b54181e2f8\">Spiegel, 09.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die Diskussion um ein zuk\u00fcnftiges <strong>Rentenkonzept der AfD<\/strong> spitzt sich zu. Die Fraktionsvorsitzenden der ostdeutschen Landesparlamente \u2013 unter anderem Bj\u00f6rn H\u00f6cke aus Th\u00fcringen und J\u00f6rg Urban aus Sachsen \u2013 haben eine gemeinsame Erkl\u00e4rung verabschiedet, die sich f\u00fcr eine Beibehaltung der gesetzlichen Rentenversicherung ausspricht. Um die Beitragslast zu tragen, bed\u00fcrfe es au\u00dferdem einer &#8222;demographischen Wende&#8220;. Die Ost-AfD geht damit auf volle Konfrontation gegen Parteichef J\u00f6rg Meuthen, der auf eine private Altersvorsorge setzt. Dagegen hatten sich in j\u00fcngster Zeit bereits Anh\u00e4nger*innen des v\u00f6lkisch-nationalistischen &#8222;Fl\u00fcgels&#8220; gewandt und Meuthen harsch kritisiert. Bei einem Parteitag im April will sich die Partei auf ein Konzept einigen. Auch Zwischenl\u00f6sungen werden derzeit diskutiert, etwa die einer steuerfinanzierten Mindestrente, die durch private Vorsorge zu erg\u00e4nzen ist. Eine Umstellung auf ein steuerfinanziertes System w\u00fcrde auch Selbst\u00e4ndige und Beamt*innen einbeziehen. Offen ist, ob Meuthen diese Variante als Kompromiss akzeptieren wird. M\u00f6glicherweise nutzen die &#8222;Fl\u00fcgel&#8220;-affinen Ostverb\u00e4nde das Thema, um die F\u00fchrungsfrage zu stellen. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ost-afd-protestiert-gegen-meuthens-rentenplaene-a-674e3456-3bf2-48b8-a6c0-b1355eedd542\">Spiegel, 03.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.bnr.de\/artikel\/hintergrund\/afd-chef-unter-druck\">BNR, 04.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article205597575\/Streit-ueber-Rentenreform-AfD-Chef-auf-der-Verliererstrasse.html\">Welt, 05.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/ein-afd-rentenkonzept-nimmt-allmaehlich-gestalt-an-16616881.html\">FAZ, 05.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Eine investigative Recherche hat <strong>internationale Netzwerke von Leugner*innen des Klimawandels<\/strong> offengelegt. Im Zentrum steht das libert\u00e4re Heartland Institute aus den USA. Offenbar flossen von dort erhebliche Geldsummen an das &#8222;Europ\u00e4ische Institut f\u00fcr Klima &amp; Energie&#8220; (EIKE), ein Verein, der sich im Umfeld der AfD aufgestellt hat. Das Ziel der Anti-\u00d6ko-Lobby: klimafreundliche Gesetzgebungen torpedieren. Die Journalist*innen stie\u00dfen bei ihren Recherchen \u00a0auch auf eine AfD-nahe Youtuberin, Naomi Seibt. (\u21aa <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/top-stories\/2020\/02\/04\/die-heartland-lobby\/\">Correctiv, 04.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/aktuelles\/klimawandel\/2020\/02\/04\/das-heartland-institute-wie-us-klimaleugner-politik-in-europa-machen\">Correctiv, 04.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/undercover-bei-klimawandel-leugnern-100.html\">Frontal 21, 04.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/taz.de\/Reporter-ueber-verdeckte-Recherche\/!5658042\/\">TAZ, 04.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Am Amtsgericht Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis) ist ein junger Mann wegen Drogenhandels zu einer empfindlichen Jugenstrafe verurteilt worden. Der bereits vorbestrafte Sch\u00fcler erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bew\u00e4hrung. In das Urteil ging auch der Vorwurf der Sachbesch\u00e4digung mit ein. Nach der \u00dcberzeugung des Gerichts soll er unter anderem im September 2017 \u2013 kurz vor der Bundestagswahl \u2013 einen Zug mit der <strong>Parole &#8222;AfD w\u00e4hlen&#8220;<\/strong> beschmiert und damit einen Sachschaden in H\u00f6he von rund 500 Euro verursacht haben. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/erzgebirge\/aue\/schueler-wegen-drogenhandels-in-aue-verurteilt-artikel10720462\">FP, 04.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Wie kam es zur \u00fcberraschenden <strong>Wahl eines FDP-Ministerpr\u00e4sidenten<\/strong> in Th\u00fcringen, der sich auf AfD-Stimmen st\u00fctzt? MDR Exakt rekonstruiert die Ereignisse des entscheidenden Tages. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/investigativ\/exakt-thueringen-cdu-wahl-ministerpraesident-102.html\">MDR, 05.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die AfD im Bundestag rechnet mit <strong>weiteren Austritten aus ihrer Fraktion<\/strong>. Bef\u00fcrchtet wird in Berlin, dass &#8222;zehn oder mehr Abgeordnete&#8220; der AfD den R\u00fccken kehren k\u00f6nnten. Das haben bisher f\u00fcnf Parlamentarier*innen getan, ganz zu Beginn Frauke Petry und zuletzt die aus Sachsen stammende Verena Hartmann (<a href=\"https:\/\/idas.noblogs.org\/?p=298\"><i>idas<\/i> berichtete<\/a>). Diese hatte \u00fcber die \u00dcbermacht des v\u00f6lkisch-nationalistischen &#8222;Fl\u00fcgels&#8220; geklagt. Hinzu kommt die Angst einiger Abgeordneter, die zugleich verbeamtet sind, im Falle einer k\u00fcnftigen Verfassungsschutz-Beobachtung nicht mehr in ihren eigentlichen Beruf zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen. Angenommen wird zudem, dass einige AfD-Politiker*innen, die keine Chance haben, erneut f\u00fcr den Bundestag zu kandidieren, &#8222;vorzeitig das Weite suchen&#8220; werden. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/das-aussteigerprogramm-warum-die-afd-fraktion-noch-weiter-broeckeln-koennte\/25507716.html\">Tagesspiegel, 05.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der Dammbruch in Th\u00fcringen kam keineswegs aus dem Nichts. Vielmehr haben einige <strong>CDU-Politiker*innen einer Zusammenarbeit mit der AfD seit l\u00e4ngerer Zeit vorgearbeitet<\/strong>, auch in Sachsen. Die Leipziger Volkszeitung verweist auf den CDU-Europaabgeordneten Hermann Winkler, der aus Sachsen stammt und bereits 2016 eine Kooperation mit der AfD ins Gespr\u00e4ch gebracht hat. Kurz vor der s\u00e4chsischen Landtagswahl hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Hartmann eine k\u00fcnftige Koalition mit der AfD nicht ausschlie\u00dfen wollen. Den konkreten Verdacht, dass die Kemmerich-Wahl durch Teile der CDU aktiv eingef\u00e4delt wurde, n\u00e4hrt auch ein k\u00fcrzlich im Debattenmagazin The European erschienener Beitrag von Karl-Eckhard Hahn. Er er\u00f6rtert den kurz darauf eingetretenen Fall, dass \u201eeine Regierung mit Stimmen von AfD-Abgeordneten ins Amt kommt\u201c. Hahn hat eine einschl\u00e4gige Vergangenheit in der extremen Rechten: Er kommt aus der \u201eDeutschen Gildenschaft\u201c, kennt von dort beispielsweise G\u00f6tz Kubitschek, einen ideologischen Mentor H\u00f6ckes. Hahn arbeitet f\u00fcr die th\u00fcringische CDU-Landtagsfraktion und gilt als die rechte Hand des Noch-Fraktionschefs Mike Mohring. Dieser hatte bereits 2014, als die AfD erstmals in den th\u00fcringischen Landtag eingezogen war, heimlich Gespr\u00e4che mit der H\u00f6cke-Truppe gesucht, um eine Regierung unter Bodo Ramelow zu verhindern. Ironie der Geschichte: Als m\u00f6glicher Nachfolger Mohrings wurde Christian Hirte gehandelt, bisher Ostbeauftragter der Bundesregierung. Er hatte bei Twitter zun\u00e4chst den Hahn-Beitrag geteilt und dann Kemmerich zur Wahl gratuliert. Seinen Posten muss er nun aufgeben. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.theeuropean.de\/karl-eckhard-hahn\/steht-die-wahl-von-bodo-ramelowauf-verfassungsrechtlich-schwankendem-grund\/\">The European, 02.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Region\/Mitteldeutschland\/Vor-dem-Erfurter-Dammbruch-Allianzen-mit-Rechten-in-Mitteldeutschland\">LVZ, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/thueringen-krise-christian-hirte-muss-posten-als-ostbeauftragter-abgeben-a-79ea8577-4458-4f36-8ebe-85974c51dcef\">Spiegel, 08.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.der-rechte-rand.de\/archive\/5857\/keine-blumen-fdp\/\">Der Rechte Rand, 08.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/thueringen-waren-cdu-und-fdp-so-ueberrascht-von-der-afd-finte-16624241.html\">FAZ, 09.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/christian-hirte-das-ende-des-gute-laune-beauftragten-1.4790144\">SZ, 09.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Klares <strong>Stimmungsbild zu den Vorg\u00e4ngen in Th\u00fcringen<\/strong>: Mehr als 60 Prozent der Bundesb\u00fcrger*innen bef\u00fcrwortet den R\u00fcckzug Kemmerichs, nur 24 Prozent halten diesen Schritt f\u00fcr falsch. 28 Prozent der Befragten gaben an, ihre Meinung \u00fcber die AfD habe sich verschlechtert. Die Anh\u00e4nger*innen der FDP bef\u00fcrworten unter den Parlamentsparteien am ehesten eine fallweise Zusammenarbeit mit der AfD. Die neuesten Umfragewerte zeigen indes auch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West, so ist die AfD in den Neuen Bundesl\u00e4ndern viel st\u00e4rker normalisiert. Das Nachsehen hat jetzt die CDU: In Th\u00fcringen hat sie im Vergleich zu ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl massiv eingeb\u00fc\u00dft und verliert in der Sonntagsfrage auf einen Schlag zehn Prozentpunkte. Bundesweit verlieren FDP und AfD an Zustimmung. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-extra-blitzumfrage-101.html\">Tagesschau, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Grosse-Mehrheit-lehnt-Kemmerich-Wahl-ab-article21560590.html\">n-tv, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/umfragedesaster-fuer-thueringer-cdu-konservative-verlieren-bei-forsa-zehn-prozentpunkte-rot-rot-gruen-mit-mehrheit\/25521932.html\">Tagesspiegel, 07.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/FDP-stuerzt-auf-fuenf-AfD-auf-neun-Prozent-article21563513.html\">n-tv, 08.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Das Spektrum der Neuen Rechten hat das Vorgehen der AfD um Bj\u00f6rn H\u00f6cke im Th\u00fcringer Landtag gelobt. Die Partei habe, so die Lesart des extrem rechten Publizisten G\u00f6tz Kubitschek, erfolgreich die <strong>Strategie eines &#8222;destruktiven St\u00f6rens&#8220;<\/strong> angewandt. Die AfD habe zudem demonstriert, &#8222;welche Macht die patriotische Bewegung mittlerweile hat&#8220;, meint das neofaschistische Ein-Prozent-Netzwerk. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/afd-strategie-101.html\">Tagesschau, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neurechter-Jubel-ueber-Thueringen\/!5662239\/\">TAZ, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die Zusammenarbeit mit der AfD hat sich f\u00fcr den Kurzzeit-Ministerpr\u00e4sidenten Thomas Kemmerich zumindest finanziell gelohnt. Er wird daf\u00fcr aus der Staatskasse <strong>mindestens 93.000 Euro<\/strong> erhalten, so sieht es das Gesetz vor. Wie zuerst die AfD-nahe Wochenzeitung Junge Freiheit berichtete, beabsichtigt Kemmerich, einen Teil davon an die \u201eVereinigung der Opfer des Stalinismus\u201c (VOS) zu spenden. \u00dcberraschung: Der Vorsitzende des th\u00fcringischen VOS-Verbandes Matthias Katze hatte noch im Fr\u00fchjahr f\u00fcr den f\u00fcr den Erfurter Stadtrat kandidiert \u2013 auf dem Ticket der AfD. In seiner neuen R\u00fccktrittserkl\u00e4rung von diesem Sonnabend sagte Kemmerich allerdings, dass er sein Einkommen als Kurzzeit-MP doch nicht spenden, sondern der Staatskasse zur\u00fcckgeben will. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/mindestens-93000-euro-das-kassiert-fdp-mann-kemmerich-34A4CG7IRFHWBEE4XA6NUCQTNY.html\">RND, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.volksverpetzer.de\/bericht\/kemmerich-gehalt\/\">Volksverpetzer, 08.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Sieben <strong>AfD-Aussteiger<\/strong> schildern in der Zeit, wie sie zur AfD gekommen und warum sie wieder gegangen sind. R\u00fcckblickend beschreiben sie die Partei als ein &#8222;Sammelbecken f\u00fcr das gesamte rechte Spektrum&#8220;, das inzwischen sektenhafte Z\u00fcge angenommen habe. In Teilen der Partei \u00fcberwiege v\u00f6lkisches Denken, &#8222;das von Leuten stammt, die fr\u00fcher im Dunstkreis der NPD rumschifften.&#8220; (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/07\/radikalisierung-afd-rechtsextremismus-mario-mieruch-lars-loewe\">Zeit, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die <strong>Evangelich-Lutherische Landeskirche Sachsen<\/strong> (EVLKS) hat vor dem Hintergrund der Ereignisse in Th\u00fcringen &#8222;die gemeinsame Verantwortung f\u00fcr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch alle gew\u00e4hlten Politikerinnen und Politiker&#8220; angemahnt. Man stehe gegen Ausgrenzung Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung, die am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht wurde. Darin wird die AfD nicht ausdr\u00fccklich benannt. Weit deutlicher f\u00e4llt eine gemeinsame Erkl\u00e4rung leitender Geistlicher der Evangelischen Kirchen Mitteldeutschlands, Norddeutschland, Anhalts, aus Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Kurhessen-Waldeck aus: Noch vor der R\u00fccktrittsank\u00fcndigung des von der AfD mitgew\u00e4hlten th\u00fcringischen Ministerpr\u00e4sidenten erkl\u00e4rten sie, dass CDU und FDP &#8222;eine rote Linie \u00fcberschritten&#8220; h\u00e4tten. &#8222;Aus christlicher Sicht darf es keine Regierung unter Mitwirkung von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten geben. Dies leistet antidemokratischen, fremdenfeindlichen und antisemitischen Positionen Vorschub und macht sie salonf\u00e4hig&#8220;, hei\u00dft es in dem Statement. Es fordert alle demokratischen Abgeordneten auf, den Weg f\u00fcr Neuwahlen freizumachen. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.ekmd.de\/presse\/pressestelle-erfurt\/leitende-geistliche-zur-wahl-des-ministerpraesidenten-in-thueringen.html\">EKMD, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.evlks.de\/aktuelles\/alle-nachrichten\/nachricht\/news\/detail\/News\/stellungnahme-zu-den-ereignissen-um-die-ministerpraesidentenwahl-in-thueringen\/\">EVLKS, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/nachrichten\/sachsen\/landeskirche-mahnt-zu-demokratie-und-rechtsstaatlichkeit-artikel10722710\">FP, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> <strong>Wie stark beeinflusst die AfD die Polizei?<\/strong> In der Partei seien auff\u00e4llig &#8222;viele Leute aus Sicherheitsbeh\u00f6rden&#8220; engagiert, sagt ein Funktion\u00e4r des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Eine klare Ablehnung aus dem Beh\u00f6rdenapparat heraus gibt es jedoch nicht, das zeigt sich auch auf Verbandsebene: W\u00e4hrend sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die dem DGB angeh\u00f6rt, von der Partei abgrenzt, nimmt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), die dem Beamtenbund angeh\u00f6rt, keine ablehnende Haltung ein. Das hat &#8222;konkrete Auswirkungen, etwa \u00fcber die Personalr\u00e4te&#8220;, so der Deutschlandfunk: &#8222;Zahlreiche Disziplinarverfahren mit Verdacht auf Rechtsextremismus werden eingestellt. Selbst, wenn die Hinweise aus der Polizei kamen.&#8220; (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rechtsextreme-in-der-polizei-vom-einzelfall-zum-tatendrang.724.de.html?dram:article_id=469711\">DLF, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Die <strong>s\u00e4chsische FDP hat ihr Verh\u00e4ltnis zur AfD<\/strong> noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. Dresdens FDP-Chef Holger Hase sagte, er empfinde ob der Umst\u00e4nde, unter denen in Th\u00fcringen ein FDP-Politiker Ministerpr\u00e4sident geworden ist, keine Freude. Hase fordert nun eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung, &#8222;wie wir es mit der AfD halten&#8220;. Er selbst wolle keine gemeinsame Sache mit der AfD machen, sagte er anhand seiner Erfahrungen mit dieser Partei im Dresdner Stadtrat. Allerdings sehe er auch keinen Grund, &#8222;konkrete Vorschl\u00e4ge der AfD abzulehnen, nur weil sie von der AfD sind&#8220;. Noch unkritischer sieht das Holger Zastrow, der fr\u00fchere s\u00e4chsische FDP-Chef, der die Dresdner Stadtratsfraktion der Liberalen anf\u00fchrt: Die AfD sei keineswegs faschistisch zu nennen, die Emp\u00f6rung \u00fcber die Vorg\u00e4nge in Th\u00fcringen bezeichnet er als &#8222;scheinheilig&#8220;. Man k\u00f6nne auf lokaler Ebene einen &#8222;vern\u00fcnftigen und pragmatischen Umgang&#8220; mit der AfD finden, so Zastrow. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/plus\/dresden-thomas-kemmerich-fdp-muss-verhaeltnis-zur-afd-klaeren-5169903.html\">S\u00e4chsische, 06.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/nachrichten\/sachsen\/krise-in-thueringen-sachsen-fdp-verbucht-mehrere-austritte-artikel10723934\">FP, 07.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Eine Mehrheit des Stadtrates in D\u00f6beln (Mittelsachsen) hat einen Antrag von SPD, Gr\u00fcnen und Linken abgelehnt, Ratsmitglieder auf eine fr\u00fchere <strong>Zusammenarbeit mit der Stasi<\/strong> zu \u00fcberpr\u00fcfen. Zumindest bei einem Mandatstr\u00e4ger, Holger Pietzsch von der AfD, ist eine T\u00e4tigkeit als sogenannter Inoffizieller Mitarbeiter bereits bekannt. Wenig verwunderlich: Die AfD hat gegen den \u00dcberpr\u00fcfungs-Antrag gestimmt, ebenso gro\u00dfe Teile der CDU. Beide Fraktionen stellen die Mehrheit im D\u00f6belner Stadtrat. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.saechsische.de\/plus\/stasi-im-doebelner-stadtrat-kein-thema-mehr-5170227.html\">S\u00e4chsische, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der Chemnitzer Stadtrat hat mehrheitlich eine Petition abgelehnt, die dazu aufrief, einen sogenannten Klimanotstand in der Stadt auszurufen. Die ma\u00dfgeblichen Gegenstimmen kamen von <strong>CDU, AfD und Pro Chemnitz<\/strong>. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/chemnitz\/nach-langer-debatte-stadtrat-ruft-klimanotstand-nicht-aus-artikel10722142\">FP, 06.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der s\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer hat vor dem Hintergrund der Ereignisse in Th\u00fcringen seine <strong>Abgrenzung gegen\u00fcber der AfD erneuert und versch\u00e4rft<\/strong>. &#8222;Die AfD ist in h\u00f6chstem Ma\u00dfe reaktion\u00e4r und spalterisch&#8220;, sagte der CDU-Mann als Gast der Talkshow &#8222;Maybrit Illner&#8220;. Politiker*innen der AfD seien keineswegs &#8222;b\u00fcrgerlich&#8220;, w\u00fcrden vielmehr &#8222;faschistoide Reden&#8220; halten. Mit solchen Leuten habe man nichts gemein, n\u00f6tig seien &#8222;Stoppzeichen&#8220;. \u00c4hnlich der Tenor in einem Interview mit Kretschmer in der Th\u00fcringer Allgemeine: Der Zeitung sagte er, die CDU sollte am besten &#8222;in keiner Weise mit der AfD zusammenarbeiten&#8220;. Kretschmer wiederholt in Bezug auf die AfD nicht nur, was die Unionsspitze im Bund vorgibt \u2013 sondern auch Teile der CDU-Basis str\u00e4uben sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/maybrit-illner-thueringen-afd-1.4787545\">SZ, 07.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/politik\/thueringen-kretschmer-raet-cdu-zu-gespraechen-mit-der-linken-id228356295.html\">TA, 07.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/regional\/stimmung-in-cdu-basis-100.html\">MDR, 07.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Der <strong>AfD-Kandidat zur Leipziger Oberb\u00fcrgermeister*innen-Wahl<\/strong> Christoph Neumann wird im zweiten Wahlgang nicht erneut antreten. Im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag hatte Neumann lediglich 8,7 Prozent der Stimmen erhalten und sich einen erneuten Antritt zun\u00e4chst vorbehalten. Am Donnerstag entschied sich ein Kreisparteitag dagegen. Seine Partei werde auch keine Wahlempfehlung abgeben, sagte der Leipziger AfD-Chef Siegbert Droese. Eine offizielle Erkl\u00e4rung zum schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang gibt es nach wie vor nicht. Aus der Partei hei\u00dft es lediglich, viele ihrer Anh\u00e4nger*innen h\u00e4tten taktisch gew\u00e4hlt und sich von vorn herein eher f\u00fcr den CDU-Kandidaten Sebastian Gemkow entschieden. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Leipzig\/Lokales\/Leipziger-OBM-Wahl-AfD-zieht-Kandidaten-zurueck\">LVZ, 07.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/ob-wahl-rueckzug-subat-partei-100.html\">MDR, 07.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Das s\u00e4chsische AfD-Landtagsmitglied <strong>Sebastian Wippel darf als &#8222;Faschist&#8220; bezeichnet werden<\/strong>. Das entschied nun in zweiter Instanz das Landgericht G\u00f6rlitz. Wippel war mit einer Unterlassungserkl\u00e4rung gegen einen Linken-Abgeordneten vorgegangen, der ihn in einem Tweet entsprechend bezeichnet hatte. Das Gericht sieht die \u00c4u\u00dferung aber als zul\u00e4ssig an. Sie sei keine vebotene Schm\u00e4hkritik, sondern vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Eine inhaltliche Bewertung, ob Wippel ein Faschist ist, nahm das Gericht nicht vor. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.lr-online.de\/lausitz\/weisswasser\/landgericht-goerlitzer-afd-mann-wippel-darf-faschist-genannt-werden-43345801.html\">LR, 07.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Teile der CDU wollen sich <strong>von der nationalkonservativen WerteUnion abgrenzen<\/strong>. Christian B\u00e4umler, Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft, bezeichnet die Splittergruppe als &#8222;AfD-Hilfstruppe in unseren Reihen&#8220; und fordert einen Unvereinbarkeitsbeschluss. Das berichtete zuerst das Handelsblatt. Der ehemalige CDU-Generalsekret\u00e4r Ruprecht Polenz unterst\u00fctzt den Vorsto\u00df und fordert, die WerteUnion aufzul\u00f6sen. Die Gruppe hatte zuletzt die Kemmerich-Wahl ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/thueringer-wahleklat-cdu-politiker-fordern-aufloesung-der-werteunion\/25523550.html\">Handelsblatt, 08.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afd-hilfstruppe-cdu-interne-debatte-um-werteunion.1939.de.html?drn:news_id=1099024\">DLF, 08.02.<\/a>, \u21aa <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/cdu-werteunion-103.html\">Tagesschau, 08.02.<\/a>)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #1e73be\">\u2588<\/span> Im Stadtrat von Markranst\u00e4dt (Landkreis Leipzig) hat die <strong>CDU einem Antrag der AfD zugestimmt<\/strong>. Anlass war eine Diskussion \u00fcber die Zukunft der \u00f6rtlichen Gemeinschaftsunterkunft f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, die perspektivisch geschlossen werden soll. Der B\u00fcrgermeister will dar\u00fcber mit dem zust\u00e4ndigen Landrat verhandeln. Bisher war es darum gegangen, den langj\u00e4hrigen Vertrag mit der Betreibergesellschaft nicht weiter zu verl\u00e4ngern. Dazu brachte die AfD einen \u00c4nderungsantrag ein, neues Ziel: den Vertrag aktiv k\u00fcndigen. Den aktuellen, von der AfD umgeschriebenen Beschlusstext best\u00e4tigte der Stadtrat mehrheitlich. Neben der CDU stimmte auch der parteilose B\u00fcrgermeister Jens Spiske daf\u00fcr. (\u21aa <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Region\/Markranstaedt\/Gemeinschaftsunterkunft-fuer-Fluechtlinge-Markranstaedt-CDU-stimmt-fuer-AfD-Antrag\">LVZ, 08.02.<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AfD-Eklat in Th\u00fcringen, Lavieren bei CDU und FDP, Applaus der Neuen Rechten, Chrupallas Dresden-L\u00fcge, Zuspitzung im Rentenstreit, Leugnung des Klimawandels, Angst vor Austritten, Rechte in Sicherheitsbeh\u00f6rden, Leipziger OBM-Wahl ohne AfD, Streit um die WerteUnion, gemeinsame Abstimmungen in Kommunalparlamenten. 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